Social Media-Kommunikation

Bibliotheken habe für Marlene Neumann schon als Kind eine große Rolle gespielt. Am liebsten hat sie sich Berge von Büchern ausgeliehen, sie zu Hause auf ihrem Bett ausgebreitet und alle angelesen. Diese Begeisterung hat sie dann auch zum Studium der Bibliothekswissenschaften getrieben, wobei sie ihr Interesse an Literatur, aber auch an Medien- und Kommunikationswissenschaften von Anfang an mit der Tätigkeit als Bibliothekarin verbinden wollte.

In der Stadtbibliothek Erlangen ist sie maßgeblich für die Online-Kommunikation zuständig, betreut Website und Newsletter und gab auch den Impuls für den Auftritt der Bibliothek auf Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und dem Aufsetzen eines Bibliotheksblogs. Unter anderem organisiert sie auch die Veranstaltungsreihe „Digitaler Salon“ mit Vorträgen und Workshops zu digitalen Themen.

„Es heißt ja immer, man muss ein fertiges Konzept haben, bevor man mit Social Media anfängt. Das hatten wir damals nicht. Wir hatten keine Erfahrung mit sozialen Medien, keine Fortbildung, keine Schulung. Wir haben uns ganz viel selbst beigebracht.“

Marlene Neumann sieht einen wichtigen Vorteil von Social Media-Aktivitäten darin, dass die Bibliothek dadurch für die Bürger/innen, aber auch für Politik und Verwaltung viel sichtbarer geworden ist. Auch mit Kooperationspartnern und Entscheidungsträgern könne man sich dadurch sehr leicht und unkompliziert vernetzen.

"Ich war damals (2009) zunächst für Website und Newsletter der Bibliothek zuständig, aber das war nur eine einseitige Kommunikation, da wurden nur Informationen zur Verfügung gestellt und es gab keine Möglichkeit zum Dialog.“
©2018/dbv/Janko
„Wir haben kurz vor dem Umzug in ein neues Gebäude 2010 unsere Facebook-Seite eröffnet, da hatten wir gleich etwas zu berichten.“
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„Die Initiative für das verstärkte Social-Media-Engagement kam von mir und einigen anderen Kolleginnen, die das spannend fanden.“
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„Wir hatten dann 2014 eine groß angelegte Schulungsreihe für alle Mitarbeiter mit vielen Terminen über ein ganzes Jahr, und Ziel war, dass alle Mitarbeiter/innen die sozialen Medien und ihre Potentiale für die Bibliothek kennen lernen konnten."
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„Wir haben das Social-Media-Team erweitert und haben jetzt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus jeder Abteilung, auch aus verschiedenen Altersgruppen.“
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„Für uns ging immer Qualität vor Quantität. Wir hatten nie den Anspruch, jeden Tag einen Facebook-Post zu machen. Sondern uns war es wichtig, weniger und dafür mit Herzblut und mit Sinn und Verstand zu kommunizieren.“
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„Eine Erlangerin hatte auf Twitter eine Lesung einer Autorin bei uns vorgeschlagen, die Autorin haben wir dann über Twitter kontaktiert. Die Lesung kam darüber tatsächlich zustande und die Erlangerin hat die Veranstaltung moderiert.“
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Wenn Sie mehr über Marlene Neumann und ihre Arbeit in der Stadtbibliothek Erlangen erfahren möchten, lesen Sie hier das ganze Interview mit ihr.